Ein 500-Seelen-Dorf hat heute nur noch selten ein eigenes Wirtshaus. Umso mehr wissen die Grafenkirchener zu schätzen, was sie an Sebastian Hausladen haben. Als 2007 die Gefahr bestand, dass auch das letzte der einst drei Wirtshäuser im Ort verschwindet, ließ er sich von seinem Dorf überreden und übernahm das in die Jahre gekommene historische Wirtshaus seiner Großmutter. Mit viel Herzblut, unzähligen Stunden Eigenleistung und einem guten Gespür für das Wesentliche machte er daraus wieder einen Ort, an dem das Dorf zusammenkommt.
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Wer Sebastian Hausladen bei der Arbeit erlebt, merkt schnell, dass er mit Leib und Seele Wirt ist. Er kennt seine Gäste und kümmert sich um ihre Wünsche. Regional einzukaufen ist für ihn selbstverständlich: Biogemüse kommt von seinem Schwager Michael Weindl, das Rindfleisch von Bauern aus der Nachbarschaft, Schweinefleisch vom Metzger Meier in Schönthal und das Bier – wie seit mehr als hundert Jahren – vom Rhanerbräu.

Seine Frau Martina hält ihm in der Küche den Rücken frei. Ob kleine Brotzeiten oder das Ripperlessen und die großen Dorffeste – sie sorgt dafür, dass auch dann alles gut auf den Tisch kommt, wenn der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt ist.